Pressemitteilung

„Verpflichten Sie sich in dieser weltweiten turbulenten Zeit Christus von neuem“, so Präsident Nelsons dringende Bitte bei der Generalkonferenz

Sechs neue Tempel angekündigt; Führer verurteilen Rassismus und rufen zu höflichem Umgang im öffentlichen Leben auf

Nehmen Sie die Zukunft voll Glauben an und seien Sie bestrebt, trotz turbulenter Zeiten geistig zu wachsen. Dies waren am 3. und 4. Oktober 2020 bei der 190. Herbst-Generalkonferenz der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einige der Kernbotschaften des Präsidenten der weltweit vertretenen Kirche, Präsident Russell M. Nelson.

Er brachte seine Freude über die Gelegenheit und Möglichkeit zum Ausdruck, dass man für die weltweite Konferenz virtuell zusammenkommen konnte, zeigte sich aber auch betrübt, weil so viele Menschen aufgrund der COVID-19-Pandemie, wegen Naturkatastrophen und anderer Bedrängnisse leiden.

 

Doch trotz der Turbulenzen in der Welt, so Präsident Nelson, möchte der Herr, dass wir „mit freudiger Erwartung in die Zukunft blicken“.

„Die Herausforderung besteht für Sie und mich darin, dafür zu sorgen, dass jeder von uns sein

göttliches Potenzial verwirklicht. Heutzutage hört man oft von einem ‚neuen Normalzustand‘. Wenn Sie ‚einen neuen Normalzustand‘ wirklich annehmen wollen, bitte ich Sie, Ihr Herz, Ihren Sinn und Ihre Seele zunehmend dem Vater im Himmel und seinem Sohn Jesus Christus zuzuwenden. Lassen Sie dies zu Ihrem ‚neuen Normalzustand‘ werden.“

Mehrere Sprecher bei dieser weltweiten Konferenz der Kirche Jesu Christi riefen zu höflichen Umgangsformen im öffentlichen Leben auf sowie dazu, dass rassistische Einstellungen überhaupt keinen Platz haben dürfen. Elder Patrick Kearon, dienstältestes Mitglied der Präsidentschaft der Siebziger, sprach in der Versammlung am Samstagvormittag das Anfangsgebet und bat Gott darin, diejenigen zu segnen, die sich an den Rand gedrängt fühlen: „Wir erflehen, dass Heilung, Frieden und Trost auf sie herabkommen mögen.“ Flehentlich sagte er weiter: „Wir sehnen uns danach, dass das öffentliche Leben wieder von Anstand, Würde und Höflichkeit geprägt ist.“

Einige Führer der Kirche wiesen darauf hin, dass sich neue technische Mittel bei der Verbreitung des Evangeliums als effektiv erwiesen haben. In seinen einleitenden Worten bei der Generalkonferenz erklärte Präsident Russell M. Nelson: „Das Werk des Herrn [geht] stetig voran. Inmitten von Abstandsregeln, Gesichtsmasken und Zoom-Treffen haben wir gelernt, so manches anders und einiges sogar noch effektiver zu machen. Ungewöhnliche Zeiten können ungewöhnlichen Lohn mit sich bringen. Unsere Missionare und die Führer der Missionen haben sich als einfallsreich, belastbar und wahrlich bemerkenswert erwiesen. Obwohl die meisten Missionare neue, kreative Methoden finden mussten, ihre Arbeit zu verrichten, haben viele Missionen mehr Unterweisungen als zuvor gemeldet.“

Es wurden Pläne für den Bau von sechs neuen Tempeln bekannt gegeben, und zwar an folgenden Standorten: Tarawa in Kiribati, Port Vila in Vanuatu, Lindon im US-Bundesstaat Utah, Großraum Guatemala-Stadt in Guatemala, São Paulo Ost in Brasilien sowie Santa Cruz in Bolivien. Seit Präsident Nelson 2018 Führer der Kirche wurde, hat er den Bau von 49 neuen Tempel angekündigt. Die Kirche Jesu Christi hat nun 230 Tempel, die angekündigt, in Bau oder in Betrieb sind.

Präsident Henry B. Eyring von der Ersten Präsidentschaft gab bekannt, dass Elder Dean M. Davies als neuer Generalautorität-Siebziger, Bischof L. Todd Budge als neues Mitglied der Präsidierenden Bischofschaft sowie vier neue Gebietssiebziger berufen wurden. Auch wies er darauf hin, dass Bischof Dean M. Davies als Mitglied der Präsidierenden Bischofschaft sowie drei Generalautorität-Siebziger und 47 Gebietssiebziger entlassen wurden. Elder Brent H. Nielson ersetzt Elder L. Whitney Clayton (der emeritiert wurde) als Mitglied der Präsidentschaft der Siebziger.

Bei der Schwesternversammlung sprach Sharon Eubank, Erste Ratgeberin in der Präsidentschaft der Frauenhilfsvereinigung, darüber, dass Frauen sehr gut imstande seien, „Vorurteile ab- und Einigkeit aufzubauen“. Sie forderte die Frauen auf: „Seien Sie Teil einer kollektiven Kraft, die die Welt zum Guten verändert.“

„Die Frauen dieser Kirche haben ein unbegrenztes Potenzial, die Gesellschaft zu verändern“, so Schwester Eubank und fuhr fort: „Die Änderungen, die wir an uns selbst und an Gruppen, denen wir angehören, vornehmen möchten, kommen weniger durch Aktivismus zustande als vielmehr dadurch, dass wir tagein, tagaus bemüht sind, einander zu verstehen.“ Die Frauen könnten dafür sorgen, dass sie ihr Handeln mit anderen, die für das Gemeinwohl eintreten, abstimmen – alle müssten sich gegenseitig „auf das, was sie brauchen und können“, einstellen. Auch können Frauen die Macht des Herrn in Anspruch nehmen, wenn sie anderen genau die Barmherzigkeit erweisen, die sie selbst gern empfangen möchten.

Insgesamt wurden an dem Wochenende fünf Konferenzversammlungen abgehalten. Die Übertragung erfolgte vom kleinen Saal des Konferenzzentrums in Salt Lake City aus. Dank Übertragungen per Satellit, Radio, Fernsehen und Internet und auch in Druckform erreichten die Sprecher ein Millionenpublikum in aller Welt.

1837 kamen erstmals Missionare der Kirche Jesu Christi nach Europa. Heute gibt es auf dem europäischen Kontinent über eine halbe Million Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.